Interview: Ayana Blume

Ayana Blume 26.06.2015

Eine Blume wird uns heute Rede und Antwort stehen. Eine Blume? Keine Geringere als die kleine, flippige Ayana Blume ist bei uns im Interview und wird mit uns über sich, die Musik, Kiel & Co. in gepflegter Runde plaudern.

 

NFS: An erster Stelle die Frage, welche wahrscheinlich viele interessiert: Wie kamst du denn zu deinem blumigen DJ-Namen?

Ayana: “Ayana” heißt “wunderschöne Blume” auf Suaheli oder auch Swahili – diese Sprache spricht man in Ostafrika. Als ich 2008 mit dem Auflegen anfing, befand ich mich gerade in einer Phase, in der ich mich viel mit der Kultur Afrikas beschäftigte. Deshalb wollte ich unheimlich gern einen afrikanischen Künstlernamen haben.

NFS: Du bist musiktechnisch im House-Bereich unterwegs und damit in einem Genre, was derzeit jeden begeistert. Wie kamst du zu der Musik? Woher kam die Begeisterung?

Ayana: Meine erste Begegnung mit dem Sound, den ich jetzt spiele und auch produziere, war eigentlich eine ganz Zufällige: ich war damals Redakteurin beim Campusradio Jena und wollte einen Radiobeitrag über den DJ Workshop “Platten drehen leicht verstehen” im Kassablanca Jena machen. Während der Interviews wurde ich dann immer wieder dazu aufgefordert, “auch mal aufzulegen” und dann habe ich das erste Mal in meinem Leben Platten ineinander gemixt. Das Gefühl war einfach unglaublich, und für mich stand fest: Das möchte ich weitermachen! Also – Plattenspieler gekauft, Platten gekauft und los ging es! :-) Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch bei meinen lieben Freunden aus Jena bedanken, die mich in der Phase mit Plattenspenden und Geräte-Leihgaben unterstützt haben und natürlich auch die Geduld hatten, meine zahlreichen Fragen zu elektronischer Musik zu beantworten! ;-)

NFS: Du bist aus dem schönen Dresden zurück in den hohen Norden nach Kiel vor 1 Jahr gezogen. Was war deine Ambition hierzu? Wie kommt dort deine Musik an?

Ayana: Schon seitdem ich ein kleines Kind war, sind meine Eltern und ich jedes Jahr ans Meer gefahren, da meine ganze Familie total verliebt in den Norden ist. Das muss auf mich abgefärbt haben, denn ich hatte schon immer den Gedanken im Kopf, irgendwann einmal in den Norden zu ziehen. Als ich 2012 dann im Exlex (jetzt: MUM & DAD) in Kiel auflegte, hat es dann völlig gefunkt. Ich dachte mir, das ist die Stadt, in der du wohnen möchtest. In kürzester Zeit habe ich dort so viele liebe Leute kennengelernt und auch musikalische Freundschaften sind entstanden. Also habe ich mir dann im Juni letzten Jahres ein Herz gefasst und bin mit meinen sieben Sachen nach Kiel gedüst. Seitdem lebe ich hier und ich bereue es keinen Tag. Musikalisch war vor allem der Sterntaucher für mich das anfängliche Zuhause in Kiel – mittlerweile stecke ich mit der Sterntaucher-Crew auch mitten in der Organisation eines eigenen Festivals. Meine Musik kommt – hoffe ich – ganz gut an ;-). Bisher habe ich bei vielen tollen Veranstaltungen im Norden aufgelegt – Bachblyten Festival, Wilwarin, Royal Electric in Kiel und noch viele andere gehören dazu und es war stets eine super Atmosphäre.

NFS: Du gehörst auch zu den Musikern, welche selbst Tracks produzieren. Was unterscheiden deine Sachen von dem bereits Existierenden? Wo hast du bereits überall veröffentlicht?

Ayana: Das ist ja total schwer zu sagen, was meine Sachen von den anderen unterscheidet ;-). Ich finde, als Künstler sollte man zunächst nicht versuchen, unbedingt einzigartig zu sein, sondern einfach sein Ding machen. Musikalisch liegt das bei mir wohl im housigen Bereich, perkussiv und melodisch kann es auch gern sein. Und, was natürlich auch wichtig ist: Bass! Veröffentlichungen hatte ich bereits auf den Labels Celeste RecordsAnny Jack, Balushi und Nachtglanz – und ich bin momentan auch sehr produktiv.

NFS: Wir haben bereits Sommer, eine Jahreszeit der vielen Festivals und Open Airs. Wo kann man denn dich am Mischpult sehen? Was sind deine kommenden Bookings?

Ayana: Wie in jedem Jahr freue ich mich auch in diesem Sommer wieder total auf die Festival-Gigs. Besonders hervorheben möchte ich hier das Sterntaucher Kulturfestival (SKUFE), das vom 07. – 09.08. auf einem alten Eisenbahngelände in Neumünster stattfinden wird. Dort wird es nicht nur Musik geben, sondern auch alle anderen Arten von Kunst. In der Organisation stecke ich mit vollem Herzen mit drin und ich freue mich über jeden, der kommt und mit uns tanzt und feiert. Weitere Stationen in diesem Sommer sind das Lala Festival bei Kiel, die Realitätsverschiebung in Nord- und das Friedensfestival in Ostfriesland. Erst vor wenigen Wochen habe ich außerdem auf dem Wilwarin Festival auf der E-Stage gespielt und es war großartig!

NFS: Als abschließende Frage an dich: Wie geht es mit Ayana Blume weiter? Wo siehst du dich in den nächsten Jahren?

Ayana: Momentan habe ich musikalisch viel vor, arbeite an vielen unterschiedlichen Projekten und stecke voller Energie. Ganz vorn steht dabei das Produzieren, denn es macht einfach am meisten Spaß, selbst Musik zu kreieren – irgendwann reicht das Auflegen einfach nicht mehr aus. Eine ganz frische Neuigkeit gibt es auch noch: Mit der Bookingagentur Aus Liebe zur Freiheit hat sich meine musikalische Familie erweitert und ich bin gespannt auf die kommende Zeit.

 

Der redegewandten Dame drücken wir die Daumen, dass der Erfolg weiterhin anhält und sie noch viele Menschen begeistert!

Karneval der Kulturen

Blacksheep & Joselou - Gone! (Lefank & Ayana Blume Remix)

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mf/dre

Release: Trim – Vending Machine (zw:an’s “Yung Phuture” Remix)

Trim 25.06.2015

Unser Freund zw:an aus Dresden, mit welchem wir in Kürze ein Interview führen werden, hat einen neuen Remix online, welchen er zum kostenlosen Download anbietet! Es handelt sich hierbei um den Track “Vending Machine” von Trim, welchen er geremixt hat.

Hier findet ihren den downloadbaren Track: www.soundcloud.com/zwanbreakz/trim-vending-machine-zwans-yung-phuture-remix.

Zudem wird er am 01.07.2015 seine Elegia Fusion LP bei Squelah409 auf Bandcamp veröffentlichen!

Elegia Fusion LP

www.twitter.com/ripzwan
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mf/dre